|   | 16. Dezember 2010 "VICKI VOMIT" Glad-House / Cottbus
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|   | 27. November 2010 "PANKA NACHT 3" JC Comet / Guben
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|   | 12. November 2010 "DARK SIDE FESTIVAL" Klub Iskra / Gubin (PL)
Erste Termine wurden abgesagt, neuere verschoben und zu guter Letzt sollten gleich zwei Events stattfinden. Also pures organisatorisches Chaos im polnischen Gubin. Denkste! Irgendwie hatte man alle Probleme gelöst und das fast schon legendäre "Dark Side Festival" konnte wieder im Club "Iskra" stattfinden. Absolut pünktlich aber befremdlich früh betraten "KILL" gegen 19:00 Uhr die Bühne. Harter polnischer Deathmetal, bei dem vor allem der Basser einen bleibenden Eindruck hinterließ. Brutale aber wahnsinnig melodische Tieftonläufe, einfach Klasse! Shouter Jedrek ist an der Gitarre allerdings eindeutig besser aufgehoben. Der Beweis folgte sofort mit "DEATHSTORM". Der Name ist Programm. Einem Wirbelsturm gleich fegte das Quartett mit Nacken brechendem Deathmetal durch das ehemalige Kinogebäude. Nach einigen Songs wurde es dann aber erstmal Zeit alte Freunde zu begrüßen und die ersten kleinen Fachsimpeleien anzuzetteln. So verging dann auch die Zeit wie im Fluge und mit „WARFIST“ stand dann auch schon die dritte Band des Abends auf der Bühne. Direkt aus der Hölle aufgestiegen, brachten diese aber nicht Feuer und Schwefel sondern puren Rock'n'Roll getreu dem Bandmotto: "Bang till you fuckin' die!!!". Deathmetal mit starken Einflüssen von Hardrock und klassischem Heavymetal gepaart mit einer fast unbeschreiblichen Spielfreude. Dies führte ja fast zwangsläufig zu einem Bandfoto mit nachfolgendem smalltalk. Schließlich dann die vierten und letzten im Bunde – "CALM HATCHERY". Albumtitel wie "El Alamein" und ein Backdrop mit Afrikakorpspalmen ließen auf ein gewisses Interesse an neuzeitlicher Geschichte schließen, was aber durch die Songtexte offensichtlich widerlegt wurde. Schnörkellos und ohne große Experimente vollbrachte die polnische Combo Ihren Gig. So blieb der Titel der interessantesten und besten Band des Abends eindeutig bei "WARFIST". Wenn auch diesmal bandseitig ohne deutsche Beteiligung, so war das kleine aber feine Metalfestival im Nachbarland sicherlich wieder ein Highlight und man darf sich jetzt schon beruhigt auf das nächste Jahr freuen! |   |
|   | 29. Oktober 2010 "NAPE" Glad-House / Cottbus
Grunge ist tot, vielleicht. Aber nur vielleicht! Denn im Underground brodelt es derweil Gewaltig, wie man jüngst im GladHouse erleben konnte. Die Cottbuser von "No Entry" eröffneten, allerdings mit gut 60 Minuten Verspätung, den Abend. Weit entfernt vom typischen Nirvanasound bot das Trio eine recht eigenwillige aber interessante Mischung aus Rock, Grunge und Punk. Rabiate Tempowechsel und teils abstruse Songstrukturen forderten den geneigten Zuhörer zu weilen ordentlich heraus. Irgendwo zwischen musikalischer Genialität und selbst zerstörerischem Wahnsinn lagen vor allem die endlosen Gitarrensolos die nicht selten ohne selbige endeten. Auf dem Boden liegend, wurden die Pedals weiter per Hand malträtiert, was dann vom Publikum lautstark honoriert wurde. Deutlich anders dann die Jungs von "Nape". Frisch aus Seattle, könnte man meinen wenn man es nicht besser wüsste. Pure Grunge aus der Garage nebenan, trotzig dreckig und vor Energie strotzend. Gerard Cosloy hätte seine wahre Freude daran gehabt. Offensichtlich nicht nur er, denn ständig musste man aufpassen, um nicht irgendwelche Hände oder Schuhe im Gesicht zu haben. So viele stagediver an einem Abend konnte ich auch schon lange nicht mehr bewundern. 
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|   | 25. September 2010 "HARDCORE FESTIVAL" Glad-House / Cottbus feat. "BITTER VERSES", "STILL SCREAMING" & "ALL FOR NOTHING"
Für alle Fans fetter, straighter Gitarrenriffs hielt das Glad-House einen äußerst interessanten Abend bereit, drei Hardcore-Bands buhlten um die Gunst der Fans. Die Senftenberger von "BITTER VERSES" hatten die Ehre, das Konzerthighlight zu eröffnen. Seit 2007 rockt die Truppe um Frontfrau Caro durch die Lande und setzt sich mit politik- und sozialkritischen Themen auseinander. Bei "BITTER VERSES" stoßen aggressiver Hardcore und klassischer Heavy Metal aufeinander und ergeben ein explosives Gemisch, welches bereits nach den ersten Tönen die Stagediver auf die Bühne zieht. Unverkennbar auch die Spielfreude bei den Bandmitgliedern - mit breitem Grinsen arbeitete man sich durch das Set. Ein Auftritt der kaum Wünsche offen lässt und Lust auf mehr macht. Wer daheim weiter lauschen mag, dem sei das aktuelle Album "Resignation" empfohlen. Die zweite Combo betrat kurze Zeit später gleich mit zwei Shoutern die Bühne, was hoffen ließ. Allerdings wurden meine Erwartungen sofort gedämpft. Zum einen schien der Lichttechniker in die Pause gegangen zu sein und zum anderen hatten "STILL SCREAMING" offensichtliche Probleme mit den Mikros, welche permanent ausfielen. Ob dies an der Technik oder an der Behandlung selbiger lag blieb für mich ungeklärt. Nach fünf oder sechs getauschten Mikros war das Ärgernis jedenfalls beseitigt. Musikalisch bot die Band bestenfalls wenig kreativen Hardcore mit recht dünnem Sound, was unter anderem am erkrankten zweiten Gitarristen lag. Daneben glänzte man vor allem durch eine gewisse Grundarroganz, welche wohl nicht nur mir zu missfallen schien. Nach einer kurzen Umbaupause konnte dann der Headliner aus Rotterdam das Zepter übernehmen. "ALL FOR NOTHING" legten ohne große Worte los und packten ein Brett nach dem anderen aus. Feinster Oldschool Hardcore mit Songs die selten die 2:30 Minuten überboten, fette melodische Riffs, knackige Breakdowns und jede Menge Stagediver verwandelten den Frontstagebereich in einen wahren Hexenkessel. So suchte ich dann auch nach einigen Songs aus Sorge um das Equipment das Weite. Die Niederländer absolvierten einen Hammergig, welcher erst nach mehreren Zugaben beendet werden durfte. 
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|   | 11. September 2010 10. GUBENER KNEIPENNACHT
Nun war ein kleines Jubiläum also geschafft, als es in die zehnte Runde der Gubener Kneipennacht ging. Trotz recht kühler Temperaturen lockten auch diesmal die sechs Live-Bands zahlreiches Publikum zum Feiern in die Bars und Kneipen der Neisse-Stadt. So spielten unter anderem die Altrocker von "ZETT" in Tom´s Bistro und in der Oldiebar liessen "Axel´s Law" irisches Flair aufkommen. Gleich zwei Bands aus Berlin rockten derweil im Blauen Gaul um die Gunst der Gäste. Der "BONAFIDE KAMIKAZE CLUB" bot dabei knackigen Hardrock, der sich seine Anleihen aus Grunge, Metal und auch Blues zusammensuchte. Optisch und musikalisch erinnerten einige Passagen dabei doch recht auffällig an Judas Priest. Neben den eigenen Songs gab es auch so manches Cover, welches sich durch die Eigeninterpretation erst bei genauerem Zuhören enttarnte. Mit "Godgiven" erschien 2010 bereits das zweite Album der Band, die sich mittlerweile "THE KAMIKAZE KINGS" nennt. Als Gegenpart enterten die, nach eigenen Aussagen, Rotzgören von den "STATT MATRATZEN" die Bühne. Seit 2006 gibt es die Punkcombo um Nika van Decross und Safi Beldere. Mit frischen und frech provokanten deutschen Texten überzeugte das feminine Quartett selbst weniger Punkbegeisterte. So wurde denn auch der Platz für die Tanzwütigen sehr schnell knapp im gut gefüllten Lokal. 
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|   | 26. Juni 2010 "SCRAM Record Release" Blauer Gaul / Guben
Seit mehreren Jahren angekündigt, hat nun also endlich das neue Album von SCRAM das Tageslicht erblickt. So traf man sich mit drei befreundeten Bands, um diesen Anlass würdig zu feiern. Den Abend eröffneten DEATHSTORM aus Gubin. Die Deathmetaller sind dem einen oder anderen wahrscheinlich noch als GENOM bekannt. Da man extrem pünktlich begann und ich vorher noch einen anderen Fotoauftrag hatte, bekam ich davon leider nur noch die letzten zwei Songs mit. So hiess es also schon erste Umbaupause und dann durften die jüngsten im Feld den Abend fortsetzen. Nach wie vor fehlt bei TORMENTOR natürlich der Bass, dennoch schien mir der Sound wesentlich besser als beim letzten Gig. Dies verdankten alle Bands in erster Linie auch Evil an den Reglern, welcher zwischen Wellblechdach und Betonfussboden einen richtig guten Job machte. Hoch motiviert bot man neben alten und neuen Songs auch zwei Coverversionen und schreckte auch vor handgemachten Gitarren- und Drumsolos nicht zurück. Die dritten im Bunde, ebenfalls in diesem Jahr mit neuem Album, die Barden von SCHLEISSE STANKEND GLIUD. Der wohl einzige Vertreter des Antichristian LechMetals ebnete den Bühnenboden schon mal für den Headliner. Ordentlich Spass und ordentlich laut, auf den Punkt und schmerzlos. Lediglich als sich die Hi-Hats verabschiedeten kam der Auftritt für einen kurzen Moment ins stocken. Dann wurde auf der Bühne ein letztes mal an diesem Abend umgebaut. "Rich, Rotten & Poor" heisst das Werk welches es nun zu promoten gilt. Frisch, fröhlich, frei ballerten SCRAM durch die Setlist und liessen dabei fast zwanzig Jahre Bandgeschichte Revue passieren. "Water" wandelte sich dabei vom jahrelangen opener zu einem würdigen Abschlusstitel. Einige Herren schienen allerdings noch nicht ausgelastet zu sein. So formierten sich on stage die PLOOEETMAAEENÄRSZ, um nach langer Zeit wieder ein gemeinsames Set zu spielen, was mit allgemeiner Freude aufgenommen wurde. Gelegentliche Text- und Melodieunsicherheiten trugen dabei ordentlich zur Erheiterung bei. Aus der 1987 gegründeten Band sollten Jahre später SCRAM und SCHLEISSE STANKEND GLIUD hervorgehen. 
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|   | 22. Juni 2010 "AC/DC" Olympiastadion / Berlin
Nun war es also wieder mal soweit. Nach 2009 auch in diesem Jahr wieder zu AC/DC. Aus den Erfahrungen von Leipzig gelernt, wurde das Auto diesmal gut 10 Fuss-Minuten vom Stadion entfernt geparkt. Das sicherte in jedem Falle mal ein schnelleres enteilen nach der Show. Während des Weges baute sich allmählich die eindrucksvolle Silhouette des Stadions vor einem auf und während des Wartens am Einlass bestaunte man ein ums andere mal das Tor mit den olympischen Ringen und die Sportlerstatuen in typisch nationalsozialistischer Bauweise. Historisch fragwürdig aber optisch sehr einprägsam. Nach und nach füllte sich der Vorplatz und kurz nach vier Uhr konnte die Sportarena betreten werden. Nun musste es schnell gehen, um sich noch ein Armband für den Frontstagebereich zu sichern. Dann hiess es erst einmal warten bis gegen 18:00 BOON als erste Vorband den Abend musikalisch eröffneten. Typischer Alternative Rock, gelegentlich etwas Metal und das ganze so ziemlich ständig im Midtempobereich hauten einen nicht wirklich vom Hocker. So dümpelte der Gig auch eher langweilig vor sich hin. Demnach war auch keiner traurig als die Österreicher die Bühne wieder verliessen. Dann die Dänen von VOLBEAT. Eine wilde Mischung aus Heavy Metal, Punk und Rockabilly erzeugte sofort gute Laune beim anwesenden Publikum. Eine gute Stunde fegten Poulsen, Bredahl, Kjølholm und Larsen mit ihrem Rock´n´Roll über die Bühne und liessen sich anschliessend verdient feiern. Mittlerweile zeigte die Uhr fast neun und gut 70.000 Fans wurden langsam ungeduldig und jagten zum Zeitvertreib eine La Ola nach der anderen durch das Stadion. Dann brachen schlagartig alle Dämme als die ersten Riffs durch das weite Rund hallten. Der Rock´n´Roll Train war wieder da. Gigantisch gross und höllisch laut rockten die Australier alles in Grund und Boden. Seit fast 2 Jahren und mit geschätzten Produktionskosten von 4,5 Millionen Euro touren AC/DC nun schon zum letzten Album "Black Ice". Immer noch frisch, immer noch freudig bei der Sache, lediglich Phil Rudds Koteletten sind länger und grauer geworden. Einen faden Nachgeschmack hinterliess allerdings die Setlist, glich diese doch fast genau derer in Leipzig vor einem Jahr. Dennoch, AC/DC sind ein Rockurgestein und immer noch eine der besten Livebands dieses Planeten. Spätestens das fast 20 minütige "Let there be rock" war dann auch wieder versöhnlich. Angus & Co, nach wie vor ohne musikalische Experimente aber mit voller Wucht aus der Marshall-Wand. Mit Texten über Sex, Drugs and Rock´n´Roll gibt´s voll was auf die zwölf und die heisere Stimme und den schmerzenden Nacken am Tag danach sogar gratis dazu. "For those about to rock – We salute you!" 
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|   | 06. Juni 2010 "BABY DES JAHRES 2009"Nun ging die Wahl zum BABY DES JAHRES also schon in die sechste Runde und man durfte gespannt sein, wer diesmal die ersten Plätze belegen würde. Wie jedes Jahr, stand am Anfang natürlich jede Menge Arbeit, welche durchaus in fast astronomischen Überstunden gipfelte. Nach Abzug der Feiertage, Wochenenden und anderen Terminaufträgen dezimierte sich der Fotozeitraum leider doch recht deutlich. Dennoch wurden in knapp 20 Tagen 89 Kinder fotografiert. Dabei neben den jüngsten "echten Gubenern" auch Kinder, deren Wurzeln über die Eltern in der Neisse-Stadt liegen. So gab es Kandidaten aus Sachsen, Baden-Würtemberg, Niedersachsen und sogar Mallorca. Auch aus unserer polnischen Nachbarstadt Gubin fanden einige den Weg zu uns. Eine erste Überraschung ergab sich bei der Auszählung der abgegebenen Stimmen. Mit 1326 gültigen Wahlzetteln, hatten über 200 Leute mehr abgestimmt als 2009. Dennoch sollten die ersten Drei gerade einmal 4 Stimmen trennen. Zur Siegerehrung konnten wir auch in diesem Jahr wieder unseren Gubener Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner gewinnen, welcher auch die Preise überreichte. Auf Platz drei, mit 54 Stimmen, landete John Romano Löwa, welcher mit gerade einmal 11 Tagen auch der jüngste Teilnehmer war. Den zweiten Platz konnte sich Chistian Kiesewetter mit 57 gültigen Stimmen sichern. Mit nur einer einzigen Stimme mehr belegte Selina Hesse den ersten Platz und ist somit die Siegerin im Jubiläumsjahr 775-Jahre Guben. Trotz der vielen Arbeit kam natürlich der Spass bei Kindern, Eltern und bei mir nicht zu kurz. Und wer nicht unter den ersten Drei landete muss auch nicht traurig sein, denn schöne Kinderfotos für das heimische Familienalbum sind ja in jedem Falle entstanden. Und 2011 gibt es auch wieder ein BABY DES JAHRES. Versprochen! 
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|   | 05. Juni 2010 "WIKINGERSPEKTAKEL" 775-Jahrfeier / GubenAuch wenn die Blütezeit der Wikinger längst Vergangenheit ist, so verschlug es doch eine Horde der Nordmänner in die Neissestadt Guben. Die Stralsunder Truppe um Marko Wehner widmet fast ihre gesamte Freizeit den Bräuchen, Sitten und dem Handwerk des skandinavischen Volkes und lässt dabei das alltägliche Leben aus uralten Zeiten wieder lebendig werden. Dabei werden auch viele Ausrüstungsgegenstände und Bekleidung selbst in heimischer Arbeit gefertigt sowie Kunst und Kultur dem Geschichtsfan auf interessante Weise nahe gebracht. Natürlich kommt auch die Kampfkunst der Wikinger nicht zu kurz. So erklärt man in spektakulären Vorführungen alles über die Strategie und Kampfweise mit Schwert, Axt und Schild. Dabei wird schnell klar, dass die Männer des Nordens keinesfalls nur wilde Krieger sondern vor allem kluge Taktiker waren. 
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|   | 05. Juni 2010 "NORTH BERWICK PIPE BAND" 775-Jahrfeier / Guben
Pünktlich zum Stadtjubiläum waren die Schotten im Rahmen der 10. Internationalen Folklorelawine natürlich gern gesehene Gäste. Bis ins Jahr 1884 lassen sich die Wurzeln der Barden zurückverfolgen und seit 1957 trägt man den offiziellen Namen NORTH BERWICK PIPE BAND. Mehrfach ausgezeichnet, gehört das Ensemble aus East Lothian heute zu den weltweit bekanntesten Vertretern der schottischen Musikkultur. Kaum ein anderes Musikinstrument steht wohl so für eine Region, wie die Pipes für Schottland. So kann man sich auch kaum dem melancholischen Klang entziehen, wenn gut zwanzig Musiker gleichzeitig mit ihren Instrumenten ansetzen. Absolut beeindruckend dabei natürlich "Amazing Grace" und "Scotland the brave". Aber auch vor Rockklassikern wie Queen´s "We will rock you" zeigte man keine Furcht. Zusammengehalten wurde alles mit den typisch schottischen Drums und weitere Unterstützung gab es durch die Tänzerinnen der DUNEDIN DANCE ACADEMY. Nach gut einer Stunde urschottischen Flairs hiess es dann Abschied nehmen von den Pipes&Drums. Wie sonst, wenn nicht mit dem schön traurigen Klassiker "For auld lang syne" 
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|   | 04. Juni 2010 "METAL NIGHT" 775-Jahrfeier / Guben
775 Jahre Stadtrecht sind natürlich ein ordentlicher Grund zum feiern und da wollte logischerweise auch die Gubener Rock- und Metalfraktion nicht aussen vor sein. So gab es am Freitagabend also deftige Kost für die geneigte Hörerschaft. Mit TORMENTOR eröffnete die wohl thrashigste Band das kleine Festival. Leider immer noch ohne Bassisten, was natürlich zu einem etwas dünnen Sound führt. Vor allem während der Gitarrensolos fehlt einfach die Rhythmuswand und daran kann Drummer Thomas trotz riesigem Einsatz allein nichts ändern. Auch schienen mir die Gesangsparts von Max diesmal nicht ganz so souverän. Dafür gab es aber mit dem Sechssaiter wie gewohnt härtestens was auf die Ohren. Dass man selbst mit drei Gitarristen nicht unbedingt den besseren Klang haben muss zeigte sich im Anschluss bei DRENCHED IN BLOOD. Äusserst manschig wälzte sich der Sound aus den Boxen, was zu sofortigen Diskussionen bei den Zuhörern sorgte. On stage nahm man es relativ gelassen und den Fans schien dies auch egal zu sein. So enterten diese kurz entschlossen die Bühne und man spielte den Gig gemeinsam bis zum bitteren Ende. Der Ursprung des Problems liess sich allerdings trotz intensivem Nachforschens nicht ergründen. Sei es drum. Bei NAPE aus Cottbus funktionierte wieder alles. Wer dachte, Grunge-Rock sei in der Versenkung verschwunden, der konnte sich nun eines besseren belehren lassen. Krachig, riffig und dreckig, wie einst andere Bands des Genres, vollbrachte man das Bühnenwerk. Bleibt zu hoffen, dass uns diese Band noch ein paar Tage erhalten bleibt. Dann die Überraschung des Abends. Nachdem mehrere polnische Bands leider kurzfristig abgesagt hatten sprangen die alten Herren von KUKUBATSCHUMUNULUKU in die Bresche. Spielfreudig wie lange nicht mehr zeigte sich das Trio um den Deutschen, welcher diesmal besonders hoch motiviert schien. Zurückhaltend wie immer die Rhythmusabteilung mit Jako und Bähr. Neben den Klassikern standen vor allem die neuen Songs auf dem Programm. Dennoch kommt man um manche Titel natürlich einfach nicht drum herum. So wurde dann auch entsprechend lange gerockt und das Haupthaar geschüttelt. 
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|   | 30. Mai 2010 "THE GOLDEN BOY TOUR 2010" Stadthalle / Cottbus Snooker Classic mit Steve Davis, Jimmy White, Stephen Hendry & Chris Henry
Ein absolutes Spitzenevent für Freunde des Snooker-Sports hatte sich angekündigt. „Golden Boy“ Stephen Hendry lud zur Exebition und binnen Tagen war die Cottbuser Stadthalle fast restlos ausverkauft. Kein Wunder! Immerhin verteilen sich allein auf Hendry und Davis 13 Weltmeistertitel. Dazu Jimmy White, welcher oft das Finale im Crucible Theatre erreichte, aber nie die Meisterschaft gewann. Nach wie vor besitzt er den Titel des besten Snookerspielers, der nie Weltmeister wurde. Eingestimmt durch die Dresden Pipes&Drums konnte der Abend, moderiert durch Bernie Mickeleit, nun also beginnen. Bereits bei der Ankündigung von Femref Michaela Tabb, welche an einem der beiden Tische für Ordnung sorgte, brandete riesiger Applaus auf. Nicht enden wollende Ovationen gab es natürlich auch für Stephen Hendry und Jimmy White. Als dann aber Altmeister und Snookerlegende Steve Davis die Arena betrat stand das gesamte Publikum Kopf. Einem Rockstar gleich wurde der Engländer minutenlang gefeiert, bevor man an die ersten Partien Speedsnooker gehen konnte. Da es sich hierbei um ein reines Showevent handelte, kam der Spass auch auf Seiten der Akteure nicht zu kurz. So hatten denn auch die Schiedsrichter jede Menge zu tun, um für einen halbwegs geordneten Ablauf zu sorgen. Dies versuchten vor allem Jimmy White und Steve Davis mit jeder Menge Witz und Tricks zu unterbinden, was ein ums andere Mal zu lachenden Gesichtern bei den Zuschauern führte. Dann liess es sich Hendry nicht nehmen, an beiden Tischen simultan gegen die Old-Stars zu spielen, bevor Steve Davis solo sein Können unter Beweis stellte. Gut eine Stunde Trickshots stand auf dem Programm. Wildeste Kombinationen, absolute Perfektion und dazu jede Menge britischen Humor. Als er dann auch noch mit einer britischen Pfund-Münze die Kugeln versenkte, lag ihm Cottbus zu Füssen. Neben den drei Topspielern komplettierten The Coach Chris Henry, Luca Brecel und die vier Wildcard-Gewinner die Runde. Während der längeren Pause gab Henry dann auch einen kleinen Einblick in die Trainingsmethoden und Spielweisen der Stars, was reges Interesse weckte. Zum Abschluss dieses eindrucksvollen Abends gab es dann doch noch ein kleines, etwas ernsteres Turnier, welches Tourinitiator Stephen Hendry gewinnen konnte. Stehend und applaudierend verabschiedete Cottbus die Akteure und zeigte dass es auch in Deutschland jede Menge Fans des Gentlemensport gibt. 
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|   | 27. Mai 2010 "YELLOW TIMES" Fabrik e.V. / Guben
Einfach mal die Seele bei den guten, alten Klassikern baumeln lassen, was gibt’s da besseres als YELLOW TIMES. Seit vielen Jahren als Musiker unterwegs, entführt Herr Norman uns in die schönsten Zeiten der Rockmusik. Diesmal sogar fast chronologisch. Zuerst ein wenig echter Rock´n´Roll mit Cuck Berry und Elvis, bevor es über die Rolling Stones und CCR in die wilden siebziger geht. Zu meiner grossen Freude danach vor allem die neueren Songs von U2, Oasis und R.E.M., um dann, etwas überraschend, richtig groovenden Hammerblues von ZZ Top aus den Saiten zu schütteln. Natürlich gab es auch reichlich Gesprächstoff. So wie meist, Deep Purple-Gitarrist Steve Morse und diesmal auch das plötzlich und tragische Ende von Ronnie James Dio. Mit Ihm hat wahrlich eine legendäre Stimme die Bühne verlassen. Zum Schluss noch ein ganz, ganz kleines Fotoshooting und ein Pils für den Heimweg. 
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|   | 15. Mai 2010 "SVEN VAN THOM" Fabrik e.V. / Guben
Schön traurig und melancholisch sang er sich 2008 mit "Trauriges Mädchen" in die Top 30 der deutschen Charts. Dabei ist Sven van Thom schon seit fast 15 Jahren musikalisch aktiv. Die ersten Erfolge feierte er bereits Ende der Neunziger mit SOFAPLANET. Seit 2003 arbeitet Sven van Thom unter anderem mit Martin Gottschild bei BEATPLANET zusammen. Letzterer begleitet den Stolzenhagener auch bei seinen Soloausflügen, so auch in Guben. Zwischen Herzschmerzkomik und Beziehungsalltagsproblembewältigung scheint sich Sven van Thom pudelwohl zu fühlen. Dass man aber auch politischer Satire nicht abgeneigt ist, zeigt sich spätestens bei Songs wie "Ihr Vater ist ein Nazi", "RAP" oder auch der Aufarbeitung des letzten Klimagipfels in Kopenhagen. Dazu natürlich "Jaqueline" und das etwas antifeministische, aber wohl wahre, "Schatz halt´s Maul". Mit Gitarre, Mundharmonika und einem wissenden Lächeln, sorgte der Mann mit der schwarzen Brille für einen kurzweiligen Abend, der eigentlich viel zu schnell zu Ende war... 
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|   | 07. Mai 2010 "THE SPRING SESSIONS" Glad-House / Cottbus
Sechs support-acts und ein Headliner, so lautete die Aufstellung für die SpringSessionsTour von SIX FEET UNDER. Das versprach ja ein langer und anstrengender Abend im Fotograben zu werden. Pünktlich erschienen Ton- und Lichtmeister um den Mannen von ARCADIA den nötigen Rückhalt zu geben. 1996 in Italien gegründet, siedelt die Metalcore-Combo mittlerweile in Los Angeles und kann auf mehrere Studioalben zurückblicken. Nicht wahnsinnig spektakulär, aber frisch und gut gelaunt fegte man durch die Playlist um einen recht soliden Eindruck zu hinterlassen. Während der folgenden ersten Umbaupause begrüsste man freudig die angereisten Member des MC GASOLINE aus Eisenhüttenstadt und wechselte ein paar Worte mit MASTER-Chef Paul Speckmann. Dann erschien auch schon die wohl interessanteste Band des Abends. Aus Marseille stammend und zur Zeit mit der aktuellen Scheibe "Phase terminale" unterwegs, boten BAD TRIPES nicht nur optisch so einiges. Musikalisch zwischen Slayer und Nina Hagen, gab es eine Mischung aus Industrial, Deathmetal und Punk. Anfangs ungewohnt, freundete man sich doch recht schnell mit der auf französich singenden Hikiko Mori an, um der recht obskuren Stilmischung zu lauschen. Leicht durchgeknallt aber sehens- und hörenswert. In Tiroler Gefilde ging es mit LOST DREAMS. Von der Presse hoch gelobt und mehrfach auf dem Legacy-Sampler vertreten, war ich dennoch recht enttäuscht. Wenig kreativer MelodicDeathMetal und auch das aktuelle Album "Wage of Disgrace" kann nicht wirklich überzeugen. Das MINDLAG PROJECT, ebenfalls aus Frankreich, setzte den Abend fort. Mit äusserst dunklen und düsteren Melodien begibt man sich in die zwiespältigen Abgründe der menschlichen Seele. Dabei schreckt man auch vor klaren Gesangsstrukturen nicht zurück und untermalt den DarkMelodicDeathMetal mit einem fest integrierten Cello. Tolle Soloparts runden das gute Gesamtbild ab, wobei sich das volle musikalische Machwerk erst auf den Alben vollends erschliessen lässt. Linz liegt im nahen Österreich und genau daher stammen IN SLUMBER. Einst als Nebenprojekt zu THIRD MOON gegründet, avancierte man schnell zu einer dauerhaften Band. Vielleicht sollten sich die Musiker wieder vermehrt Ihren Hauptbands widmen, denn IN SLUMBER bieten lediglich StandartDeathMetal der mich keinesfalls zu überzeugen vermag. Belanglos, ideenlos, spannungslos. Als vorletzter Act dann die wohl erfolgreichste dänische Metalband der Neuzeit. Die 1991 in Arhus gegründeten ILLDISPOSED widmen sich vorrangig dem krachenden MidtempoDeathMetal welcher sofort für freie Ohren sorgt. Spielfreude pur und deutschsprachige Ansagen von Gründungsmitglied und Sänger Bo Summer brachten sofort eine Hammerstimmung in den mittlerweile mehr als gut gefüllten Klub. Fast eine Stunde lang heizten ILLDISPOSED die Massen noch einmal richtig auf. Als man aber anfing Flaschenbier an die Fans in den vordersten Reihen zu verteilen, dürfte die Security wohl dem Herzinfarkt nahe gewesen sein. Nach nunmehr sechs Bands hing die Runningorder lediglich gute 10 Minuten, so dass auch SIX FEET UNDER beinahe nach Zeitplan beginnen konnten. Nachdem Sänger Chris Barnes mit seinen Bandkollegen von CANNIBAL CORPSE reichlich persönliche Probleme hatte, formierte er zwischen 1993 und 1995 sein neues Projekt. Neben eigen komponierten Songs widmete man sich mit den Cover-alben "Graveyard Classics I - III" auch den Heroen des Hardrock und HeavyMetal. Groovende Riffs und treibende Bassrhythmen unterscheiden hierbei SIX FEET UNDER von der Masse der klassischen DeathMetalBands. Unter tosendem Applaus betrat die Combo aus Tampa, Florida die Bühne, wobei Mr. Barnes unter seiner Frisur mehr zu erahnen als zu sehen war. Gleich von Beginn an gab das Quartett volle 100% und brachte das Publikum zum kollektiven Headbanging. 
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|   | 24. April 2010 "THE JAILBREAKERS" Manitu / Forst
Ziemlich genau 364 Tage lag mein letzter Besuch bei den JAILBREAKERS nun schon zurück, hiess also es wird mal wieder Zeit. Beim einparken vor dem Forster Manitu hallte mir lautstark die "Tuf Luv" von Pothead aus dem Nachbargefährt entgegen, was meine gute Laune sofort weiter steigen liess. Kurzes Häkchen auf der Gästeliste, ein wenig schmackhaftes alkoholfreies Pilsener organisiert und ab ging es in den bereits gut gefüllten Club. Sportschuhe, Jeansjacken und jede Menge Shirts mit Angus Young & Co bestimmten das Bild und aus den Boxen erschallten Deep Purple, Led Zeppelin und andere Klassiker der Rockgmusikgeschichte. So liess man eine knappe halbe Stunde wartend über sich ergehen. Dann wurde es schlagartig laut. Die JAILBREAKERS aus Halle enterten die Bühne um die Legende, um Bon Scott wieder aufleben zu lassen. Mit Uniform und Gibson bewaffnet, warf Harry ein ums andere Riff und Raff in die Massen, Jens quetschte die Töne aus den letzten Winkeln seiner Stimmbänder und die Rhythmustruppe agierte gewohnt souverän aber zurückhaltend. Gut zwei Stunden gab das Quintett alles, um dem Original in nichts nachzustehen. Was darin gipfelte, das Harry mitsamt Gitarre einen Ausflug im Manitu unternahm, um letztlich auf einem Tisch ein beinahe ewig dauerndes Solo abzuliefern. Auf den Schultern eines Fans ging es dann auf die Bühne zurück, um von dort aus weiter die Stromrechnung in die Höhe zu treiben. Bei Songs wie "The Jack", "Can I sit next to you girl" oder "T.N.T." konnte sich die Band natürlich auch auf die lautstarke Textsicherheit der angereisten Musikliebhaber verlassen. Erst nach mehreren Zugaben durfte dann schweißgebadet der Backstagebereich aufgesucht werden. 
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|   | 10. April 2010 "MAINPOINT" MC Gasoline / EisenhüttenstadtFast möchte man meinen, dass MAINPOINT mittlerweile beim MC Gasoline zu Hause sind. Denn einmal im Jahr gastieren die Rostocker Goth´n´Roller, um ordentlich groovende Riffs unter das Volk zu bringen. Dass dies auch diesmal wieder beispiellos funktionierte zeigte der Umstand, dass es sich Clubmember Kalle nicht nehmen liess bei "Radioactive" den Part der Backgroundvocals zu übernehmen. Wie nicht anders erwartet trieb wieder die fast einmalige Stimme von Axl jeden Song voran und in die Gehörgänge. Dazu fette Gitarrenarbeit, düsteratmosphärischer Keyboardsound und ein Drummer der weiß wo die Felle hängen. MAINPOINT bewiesen erneut und ohne Zweifel, dass sie zum Besten gehören, was die deutsche Gothic-Rock-Szene derzeit zu bieten hat. Nach mehreren Zugaben und einem gemeinschaftlich gesungenem "Cowboys" räumte man dann nach fast zwei Stunden die Bühne. Zu aller Überraschung stand noch eine zweite Band bereit. Eigentlich waren BLACK MATH GENERATOR ja in Polen auf Tour. Nun fiel allerdings just an diesem Tag der polnische Präsident nebst Gattin, halber Regierung und dem Generalstab bei einem tragischen Unfall in der nähe von Smolensk mitsamt Flugzeug vom Himmel. Daraufhin wurden verständlicherweise sämtliche Veranstaltungen im Lande gestrichen und so suchte das Trio aus Berlin händeringend nach einem Ersatzgig. Ordentlich lauter und energiegeladener Rock´n´Roll erschütterte nun also das kleine aber feine Clubhaus der Gasoliners. Ganz nebenbei gab es dann noch ein wenig smalltalk mit Jo aus Schweden und die aktuelle EP von BLACK MATH GENERATOR fand den Weg ins Heimgepäck. Vor allem "Black Leathered" und "Dog City" zeigen dabei richtig Ohrwurmcharakter. Dann hiess es Abschied nehmen, aber bei soviel Gastfreundschaft gibt’s in jedem Fall ein Wiedersehen! 
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|   | 03. April 2010 "LOCAL VISION BANDCONTEST" Fabrik e.V. / Guben
Doch relativ erwartungsvoll lenkte ich also wieder einmal meine Schritte zum Gubener WERK eins, um dem LocalVisionBandcontest einen Besuch abzustatten. Da vorher noch andere fotografische Arbeiten zu erledigen waren, bekam ich von der ersten Band leider nicht mehr als zwei Songs zu hören. So verabschiedeten sich die Black-Death-Metaller von STIRIAH ohne dass ich mir eine Wertung erlauben kann. Schade eigentlich, aber das Leben geht ja trotzdem weiter. Wenn auch ziemlich funkig, jedenfalls wenn es nach SUN DRIED HORSES geht. Zwar nicht wirklich mein Musikstil, so hinterliess jedoch vor allem Gitarrist Johannes auf Grund der spielerischen Vielfalt einen bleibenden Eindruck. Mit SchmitSKAtze enterte nun die personell grösste Band die Bühne. Fröhlicher Ska mit jeder Menge Saxophon und viel Spielfreude verleiteten dabei den einen oder anderen zum Beineschwingen. Dennoch hoffte ich dann doch langsam auf etwas härtere Klänge. Und wurde nicht enttäuscht. MORBID EPIPHANY aus Cottbus versuchten nun das Publikum zu begeistern. Der Versuch ehrlichen Metal zu propagieren scheiterte nun aber leider an zu wenig Kreativität oder Unerfahrenheit. Beides sollte aber in den Griff zu bekommen sein, denn das musikalische Grundhandwerk und der Enthusiasmus sind in jedem Falle ausreichend vorhanden. Bei DRENCHED IN BLOOD offenbarte sich da ein ganz anderes Problem. Drummer Robert bewies ordentlich Fitness beim zweiten Gig des Abends in Folge und Basti hielt mit voller Wucht an der Stromgitarre dagegen. Technisch sauber, durchdachte Songstrukturen, klasse Soloparts und ein permanent lächelnder Rhythmusgitarrist namens Steffen hatten einen fast perfekten Eindruck hinterlassen. Gesanglich alles andere als schlecht, sorgte aber Sänger Tommy mit einem doch recht arrogantem Auftreten on stage für einen leicht faden Nachge-schmack. Gespannt war ich nun auf die FOLKSAMEN. Instrumental entsprechend mit Banjo, Dudelsack und Akkordeon gewappnet, interpretierten die Cottbuser keltische und sorbische Folkklassiker auf ihre ganz eigene Weise. Hatte ich doch so auf ordentlichen Folkrock oder ähnliches gehofft, so war ich nun umso mehr enttäuscht. Sämtliche Songadaptionen zielten eindeutig Richtung Ska und machten dem Zauber, der ja vor allem die irische und schottische Musik umgibt, den Garaus. Doppelt tragisch, dass dabei das sehr gute instrumentale Können der Musiker beinahe unterging. Dann folgte der wohl schlechteste Auftritt einer Band, welchem ich jemals beiwohnen durfte. Leicht überfordert wirkend, beschloss man dann auch die OiPunker von deKADENT nach drei Songs wegen musikalischer Unfähigkeit von der Bühne zu holen. Das schonte vor allem erstmal die Nerven des Tontechnikers, welcher verzweifelt versucht hatte irgendeinen brauchbaren Sound abzumischen. Als nächstes musste man dann feststellen, das die letzte Band des Abends, SACRAMENT, spurlos verschwunden war und auch nach längerer Zeit des Suchens sich kein Hinweis auf deren Verbleib finden liess. So endete also dieser Bandcontest doch recht abrupt. Dadurch erfolgte dann auch die Bekanntgabe der drei Erstplatzierten etwas früher als geplant. SchmidtSKAtze hiess die strahlende Siegerband, welche DRENCHED IN BLOOD und die FOLKSAMEN auf die weiteren Plätze verwies. 
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|   | 25. März 2010 "THE HUMAN MACHINE" Glad-House / Cottbus
Neues Album, neue Tour und jede Menge Support im Gepäck. Gleich fünf Bands begleiteten MASTER auf ihrer European Tour, die auch wieder im Glad-House Station machte. Also gut gelaunt auf nach Cottbus, wo sich sofort die erste Ernüchterung einstellte. Vor dem Club keine Leute und auf den Parkplätzen beinahe gähnende Leere. Dafür wurde man vom MASTER-mind Paul Speckmann persönlich mit einem freundlichen "How are you?" in der Tür begrüßt. So etwas erlebt man nun wirklich auch nicht alle Tage. Drinnen zeigten sich erfreulicherweise mehr Headbanger, als man von aussen erwarten konnte und die erste Band schrammelte bereits geraume Zeit ihre Riffs in das Publikum. Da die aus Kalifornien stammenden SACRIFICIAL SLAUGHTER sehr pünktlich begannen, reichte die Zeit gerade noch für drei Songs und ein paar Fotos. Dann wurde das erste Mal umgebaut um skandinavischen Klängen den Weg zu ebnen. Einst 1996 unter dem Namen FROST gegründet, zeigten IMBALANCE wo der Hammer hängt. Norwegischer Thrash-Metal mit für nordeuropäisch typischen Einflüssen von Death- und vor allem Black-Metal. Klasse Gig bei dem Frontmann und Gründungsmitglied Harald auch optisch alle Klischees des Wikingers erfüllte. Und es blieb norwegisch, DEVAR wollten sich am Publikum beweisen. Sänger Devar gab so einiges on stage und erinnerte in Gestik und Gestalt irgendwie an Jack Black in "School of rock". Technisch gar nicht schlecht, schien die Band aus Bergen aber stilistisch nicht so richtig in das Tour line-up zu passen. Die Ursache mag hier vielleicht in der Vielzahl der Einflüsse zu begründen sein. Zwischen Gothic, Hardrock und Schmuse-Black-Metal schwankte das Quintett um letztlich so etwas wie Dark-Rock abzuliefern. Das schien manch anderem zu missfallen und so fanden selbst die Gratis-CD´s kaum Absatz. Während der nächsten Pause wechselte ich dann mit Devar ein paar Worte und liess mir einen der Tonträger aushändigen. Am folgenden Tag dann die positive Überraschung. Das aktuelle Album "The alternate end" bleibt zwar ruhig und gediegen, ist aber insgesamt deutlich kompakter und atmosphärischer als der Liveauftritt. Die Entdeckung des Abends waren dann aber eindeutig die Bay Area-Thrasher von POTENTIAL THREAT SF. Seit 1987 gibt es die Band um die Brüder Ken und Mike Noble und man teilte sich schon damals die Bühnen mit Slayer oder Death Angel. 1990 schloss man sich Shock Factor an, zog nach Deutschland und wartete vergeblich auf den ganz grossen Wurf. Also zurück nach San Francisco um 2001 einen Neubeginn mit alter Besetzung zu wagen. Nach diversen Wechseln an den Basssaiten erschien im November 2009, also gut 22 Jahre nach der Bandgründung, das Debütalbum "A new threat level". Was soll ich sagen, live überzeugen die Jungs aus San Francisco mit starkem, durch Einflüsse aus Hardcore und klassischem Heavy-Metal geprägtem Westcoast-Thrash. Dazu eine Menge Spielfreude und so war der nachfolgende small talk schon fast obligatorisch. Daß mir Sänger und Frontmann Mike dabei die aktuelle Scheibe in die Hand drückte freute mich natürlich umso mehr. Beim Hören daheim festigte sich der klasse Eindruck den die Band bereits auf der Bühne bei mir hinterlassen hatte. Mit WHORRID als letztem supportact näherte man sich langsam aber sicher dem Ende des Abends. Mit vielen Vorschusslorbeeren versehen, konnte die 2001 von Ivan Galdamez ins Leben gerufene Truppe meine Erwartungen allerdings nicht erfüllen. Der gebotene Death-Metal war nicht unbedingt schlecht, widersprach aber dem selbst auferlegtem leicht martialisch wirkendem Bühnenoutfit. Dennoch sorgte die Truppe aus Chicago für reichlich gute Laune. Vor allem als zu den Worten "We want to f**k!" Massen von Gummis in den Zuschauerraum geworfen wurden. Das aktuelle Album "Time heals nothing" versucht den Status einer traditionellen Death-Metal Band zu unterstreichen. Ob das gelang, mag jeder selbst entscheiden. Zu vorgerückter Zeit dann endlich der Headliner. Zu MASTER gibt es eigentlich kaum noch etwas zu sagen. Seit der Umsiedlung in die Tschechische Republik vor einigen Jahren, geben die drei Death-Metaller wirklich alles um ihre Fans glücklich zu machen. Nach wie vor vertraut Paul Speckmann dabei auf die beiden Ausnahmemusiker Alex Nejezchleba, Gitarre und Zdenek Pradlovsky, Drums und tourt seit über 25 Jahren unermüdlich über den Globus. Innerhalb der ersten zwei, drei Songs des livesets wird der Klassenunterschied im Abendprogramm deutlich. So gerüstet sollten MASTER noch einige erfolgreiche Jahre bevorstehen. Als Bonus zur aktuellen Tour gibt es den auf 1000 Stück limitierten Sampler "Norsk Urskog". Auf dieser Promotion-Doppel-CD befinden sich unglaubliche 28 Songs verschiedener norwegischer Bands, was einen recht guten Querschnitt der dortigen Metal-Szene zulässt. 
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|   | 20. März 2010 "THE ABERLOUR'S" Manitu / Forst
1999 von Frontmann Adolphi gegründet und benannt nach einem echten Single Malt Scotch, haben es die Aberlour´s in knapp 10 Jahren an die Spitze der deutschen Folkcombos geschafft. Grund genug sich einmal live selbst ein Bild von der Band zu machen. Nach diversen Festivals und Touren, unter anderem auch als Support von Jethro Tull, gastierten die fünf Hallenser nun auch im Manitu. Bewaffnet mit Mandocello, Fiddle und Whistles gab das Quintett vom Start weg volle 100%, um sich dennoch stetig zu steigern. Uralte Geschichten und Legenden aus Irland, Schottland und Nordamerika trafen auf groovenden Drum- und Bassrhythmen, wobei auch eigenkomponiertes Material nicht fehlte. So dauerte es wohl keine zehn Minuten, bis man das Publikum komplett für sich gewonnen hatte. Souveräne Arbeit an Bass, Drums und Gitarre bereiteten den Boden für das überragende Spiel von Fabiano an Flutes und Whistles. Und wer sich den ganzen Abend über fragte, wozu ein Folkschlagzeuger ein so großes Drumkit benötigt, bekam seine Antwort mehrere Minuten lang eindrucksvoll solo um die Ohren getrommelt. Ein weiteres Highlight des Abends dürfte zweifelsohne das Trommlertrio Adolphi, Meff und Kayer gewesen sein. Aus persönlicher Sicht aber alles übertreffend, war der neue Fiddler der Band. Eindrucksvolles Können und Spielfreude auf höchstem Niveau schafften da sofort Sympathie und Anerkennung. Nach über 2 Stunden und mehreren Zugaben war dann doch irgendwann Schluss, aber für daheim bleibt ja immer noch das aktuelle Album "Save the last drop". Fazit: Celtic Folk´n Beat vom feinsten! Wer Fiddler´s Green mag kommt auch an The ABERLOUR´s nicht vorbei 
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|   | 29. Januar 2010 "E-CRAFT" Foto-Session / GubenEndlich! Nach mittlerweile fast 400 Tagen Terminsuche sollte es diesmal Klappen mit dem Fotoshooting der EBM Combo aus Stalinstadt. Treffpunkt war der Keller eines alten Industriegebäudes, welcher ordentlich feucht und der Jahreszeit entsprechend auch reichlich kalt war. Dennoch schien er eine brauchbare Location zu sein und das Licht sollte mit meinem 300 Watt HENSEL wohl auch in den Griff zu bekommen sein. Wenn, ja wenn man einen Stromanschluss finden würde. Tatsächlich gab es in diesem riesigen Keller nur eine einzige Steckdose und ich beglückwünschte mich innerlich für meine 20 Meter-Kabeltrommel, welche im Kofferraum meines Autos auf mich wartete. So schleppte ich also während der fast zweistündigen Session meine Kamera nebst Objektiven, einen Studioblitz samt Stativ und jede Menge Draht durch die vielen Räume. Auf Grund der konkreten Ideen seitens E-Craft verlief das Shooting angenehm zügig, was natürlich reichlich Zeit für Spass und Scherze liess. Alles in allem ein angenehmer Arbeitsabend. Man darf gespannt sein auf das kommende Album! 
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